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DIE WAHRE LILITH IM STEINBOCK

22. Sept.
2 Min. Lesezeit

DIE WAHRE LILITH IM STEINBOCK

Die Frau, die ihre Macht nicht länger verleugnet.


Lilith ist kein Planet und kein sichtbarer Himmelskörper. Sie ist der dunkelste, erdfernste Punkt der Mondbahn – die Schwarze Mondin.


Die wahre Lilith folgt dabei keiner ruhigen, geglätteten Linie. Sie schwankt, hält inne und kehrt zeitweise zurück. Ihre Bewegung ist unberechenbar – so wie die ursprüngliche weibliche Kraft, für die sie steht.


Lilith trägt all das in sich, was Frauen über Generationen verbergen sollten:


ihre Wut,

ihre Lust,

ihren Hunger nach Freiheit,

ihre Macht,

ihre Weigerung, sich unterzuordnen.


Sie ist der Teil in uns, der sich erinnert, wer wir waren, bevor wir lernten, gefällig zu sein.


Nun bewegt sich die wahre Lilith durch die Energie des Steinbocks – durch die Welt von Pflicht, Leistung, Kontrolle und gesellschaftlicher Anerkennung.


Hier begegnet sie der Frau, die alles trägt.

Die funktioniert, obwohl sie längst erschöpft ist.

Die Verantwortung übernimmt, weil sonst niemand es tut.

Die sich ihren Platz hart erarbeitet hat – und dennoch glaubt, ihn immer wieder verdienen zu müssen.


Lilith fragt nicht, ob Du noch mehr leisten kannst.


Sie fragt:


Wie viel von Dir hast Du geopfert, um als stark zu gelten?


Ihre Rückläufigkeit führt uns zurück an jene inneren Orte, an denen wir unsere Autorität abgegeben haben. Zu den Entscheidungen, die wir aus Pflicht getroffen haben. Zu den Grenzen, die wir nicht gesetzt haben. Zu der Wut, die wir hinuntergeschluckt haben, um vernünftig, verlässlich und kontrolliert zu bleiben.


Doch diese Wut ist nicht falsch.


Sie ist Erinnerung.

Sie ist Lebenskraft.

Sie zeigt Dir, wo Du Dich selbst verlassen hast.


Lilith im Steinbock will keine Frau erschaffen, die noch härter wird.


Sie ruft die Frau zurück, die sich selbst gehört.


Eine Frau, die Verantwortung trägt, ohne sich aufzuopfern.

Die führt, ohne ihre Weiblichkeit abzulegen.

Die ihre Grenzen nicht rechtfertigt.

Und die ihren Wert nicht länger an ihrer Leistung misst.


Du musst Deine Macht nicht verdienen.


Du musst Dich nur daran erinnern, dass sie immer Deine war.


Weiblichkeit führt.

Nicht, weil sie um Erlaubnis bittet – sondern weil sie sich selbst nicht länger verlässt.


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